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Gedanken aus dem Lektoratsatelier

Vom Marketing zum Lektorat. Mit Clara Korrektur im Gepäck.

Illustration zum Thema Vom Marketing zur Lektorin

Wenn mich ein Buch richtig fesselt, lege ich es kaum aus der Hand. Man stelle sich mich beim Abwaschen vor, das aktuelle Buch auf einem Rezeptbuchständer daneben. So ungefähr sieht das aus.

Aber Lesen lieben allein reicht natürlich nicht, um als Lektorin zu arbeiten. Bei mir kam noch etwas dazu: Ich blieb an Stellen hängen, über die ich eigentlich hinweglesen wollte.

Darf ich vorstellen: Clara Korrektur

Ein Protagonist hatte auf Seite 3 violette Augen und auf Seite 147 plötzlich grüne. Von Violett war danach übrigens keine Rede mehr. Dazu kamen Satzzeichen, die sich im Schreibfluss davongestohlen hatten, oder Zusammenhänge, bei denen ich noch einmal zurückblättern musste.

Nennen wir die Stimme, die sich dabei in meinem Hinterkopf meldet, Clara Korrektur. Clara klopfte bei verschiedenen Büchern immer wieder an die Wand. Da war eine tolle Geschichte, und gleichzeitig gab es Stellen, die einen genaueren Blick gebraucht hätten. Arme Clara.

Ob ein Buch tatsächlich lektoriert oder korrigiert worden war, konnte ich natürlich nicht wissen. Was ich sehen konnte, waren die Stellen, an denen ich beim Lesen stolperte.

Dann kam eine Frage zurück

Anfangs schrieb ich gelegentlich eine nette Nachricht. Sinngemäß: Das ist eine so tolle Geschichte, lass bitte noch einmal jemanden darüberlesen.

Irgendwann kam eine Antwort, mit der ich nicht gerechnet hatte: ob ich das vielleicht machen könnte. Ich hätte die Schwachstellen so gut erkannt.

Ich habe Ja gesagt. Danach habe ich verschiedene Weiterbildungen gemacht und mich weiter mit der Arbeit am Text beschäftigt. Aus dem genauen Hinsehen beim Lesen wurde eine berufliche Richtung.

Und das Marketing?

Das gehört weiterhin zu mir. Mit Feder & Feinschliff kann ich meine Erfahrung im Marketing mit meiner Buchliebe verbinden. Und mit Clara, die sich ohnehin nicht abschalten lässt.

Ich finde es schön, ein Buch über mehrere Schritte begleiten zu können: am Manuskript arbeiten, es für die Veröffentlichung vorbereiten und später überlegen, wie es Leser:innen erreicht. Du kannst aber genauso nur für einen dieser Schritte zu mir kommen.

Wie ich dabei mit deinem Text umgehe, ist mir mindestens genauso wichtig wie das Finden von Fehlern. Darum geht es im Beitrag über meine Art, Feedback zu geben.